somewhere » something is calling out for you!
it was a long long time ago

Ich sitze krumm auf der zu einem Bett umfunktionierten Couch. Wie lange schon war ich nicht mehr hier? Hier auf dem Blog, meine ich. Der Herzbube liegt schlafend neben mir, während der Coraline OST durch die Dunkelheit schallt. Es lauert mir auf, kommt immer näher und ich frage wann es mich endlich ergreifen wird. Spitze Klauen bohren sich tief in mein Fleisch. Zum Schreien bleibt keine Zeit. Es fesselt mich, zwingt mich der Wahrheit ins Auge zu sehen und was ich erblicke ist ein Leben, das nicht meines ist. Ein Leben, das mir noch bevorsteht und mir wird klar, all das, was hier geschehen ist, in diesem kleinen Ort ist nun ein für alle Mal Vergangenheit. Dieses Städtchen scheint unbedeutend, fast nicht existent. Doch zwischen den einzelnen Personen hat hier einiges statt gefunden. Der eine mag darüber hinweg kommen, der andere niemals vergessen. Und doch trennen sich unsere Wege und vielleicht sehen wir uns wieder, falls nicht, ich fand es gar nicht mal so schlecht. All das, was hier so passiert ist. Es geht langsam aber stetig von statten. Dem ein oder anderen mag man noch öfter begegnen, doch die meisten bleiben bis auf ihr Lebensende verschollen. Seltsam, dass ich genau in diesem Moment ein Hungergefühl verspüre. Möglicherweise hat das unterbewusst etwas mit Verlustängsten zu tun, aber wer weiß das schon. Unterbewusst geschieht ohnehin einiges, von dem wir bewusst überhaupt nichts mitbekommen. Vielleicht besser so. Den Drang, mich hier mal wieder auszubreiten verstehe ich nicht. Er war da, ich habe nachgegeben. Wie so oft in letzter Zeit. Ich gebe mir nach, gebe meiner Faulheit nach. Lernen? Nein. Essen? Nein. Ich habe keine Kraft mich um irgendetwas zu bemühen, wogegen sich mein Geist wehement zu wehren versucht. Anstrengend, wenn man einmal denkt, man habe gewisse Streitigkeiten mit sich selbst überwunden. Dies scheint das Leben zu sein und genauso scheint es immer und immer weiter zu gehen. Kämpfen, sich bemühen, um alles. Wenn nicht, dann nichts. Und nichts ist scheiße. Man darf sich selbst viel Glück mit auf den Weg wünschen.
1.6.11 03:21
 


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